Soweit wie noch nie – Badenstedt steht im Achtelfinale des DHB-Pokals

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Die JUNGEN WILDEN der HSG Hannover-Badenstedt sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und qualifizierten sich mit einem 31:22 (17:11)-Sieg beim SV GW Schwerin erstmals in der Vereinsgeschichte für das Achtelfinale im DHB-Pokal.

Der Auftakt entwickelte sich allerdings zäh an der Schweriner Reiferbahn, Schwerin kam durch Ballverluste und eine nicht immer perfekte HSG-Abwehr – die sich in Überzahl zwei Gegentreffer einfing –  gut ins Spiel. Der HSG dagegen war die lange Anreise ins Mecklenburgische noch anzumerken. Aber die Badenstedter Hüftsteifigkeit wich, Mieke Düvel brachte mit zwei Krachern in Folge  aus der Distanz die HSG auf 9:12 (20.) in Führung. Und  auch die Badenstedter Defensive wusste ihre Gegnerinnen nun besser einzuschätzen, bis zur Pause gelangen Schwerin lediglich noch zwei Treffer. Besonderes Schmankerl für die mitgereisten Badenstedter Fans war eindeutig ein verdeckter Schlagwurf von Kreisläuferin Tina Wagenlader völlig ungewohnt aus dem Rückraum. „So nach 20 Minuten habe ich mir eigentlich keine Gedanken mehr gemacht, da hatten wir Schwerin im Griff“, kommentierte Trainer Roland Friebe die erste Spielhälfte.

Seine Sieben wusste nach der Pause nachzulegen, Lena Seehausen mit dem 18. Torerfolg für die HSG eröffnete den Reigen. Schwerin versuchte mit einer offensiven Abwehr gegen Jana Pollmer gegenzuhalten, ausschalten ließ sich Badenstedts Mittelfrau aber nicht. Ihr gefühlvoller Treffer in der 45. Minute liess den HSG-Vorsprung auf 9 Zähler anwachsen. Die Messe war nun gelesen, auch wenn Schwerin nicht aufgesteckte und jeden Treffer gegen den Zweitligisten vor leider nur 90 Zuschauern feierte. „Die Spannung war nach der deutlichen Führung bei uns am Ende etwas  raus. Im Großen und Ganzen haben wir aber das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Lediglich die erneute Abschlussschwäche beim Strafwurf ist ärgerlich“, war Roland Friebe zufrieden mit dem Gastauftritt seiner Riege, ist aber weiter auf der Suche nach einer zuverlässigen Vollstreckerin vom Punkt.

Bleibt die Beantwortung der bereits im Bus auf der Rückfahrt häufig diskutierten Frage nach dem nächsten Gegner im Pokalwettbewerb. Ein attraktiver Erstligist und das  damit verbundene Heimspielrecht waren der am häufigsten geäusserte Wunsch. Am kommenden Mittwoch wird das Rätselraten ein Ende haben, zum Rahmenprogramm einer Bundesligapartie bei der HSG-Blomberg-Lippe gehört die Auslosung der nächsten Runde. „Ich werde vor Ort sein und zeitnah berichten“, verspricht HSG-Pressesprecher Uwe Pichlmeier Mannschaft und Fans Informationen aus erster Hand.

Badenstedts Natasha Ahrens setzt sich in Schwerin durch (Fotio: Jörg Zehrfeld)