Letztes Spiel, erste Auswärtsniederlage

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Im letzten Auswärtsspiel hat es die JUNGEN WILDEN der HSG Hannover-Badenstedt doch noch erwischt. In Oldenburg gab es bei der Bundesligareserve des VfL eine verdiente 19:25 (9:11) Niederlage. Der Auftritt des schon feststehenden Meisters war sicher kein Vorzeigestück, er soll aber auch nicht über den tollen Gesamteindruck hinwegtäuschen, den das Team in dieser Saison hinterlassen hat – was so vor der Saison nicht zu erwarten war. Der Trainer schaut bereits nach vorne.

Ein Saisonabschlussspiel, welches von beiden Seiten sehr zerfahren begonnen wurde. Viele unnötige technische Fehler bereits im Spielaufbau. Die HSG hatte aber den besseren Start, lag zu Anfang meistens in Führung. Beim 5:7 für die Hannoveranerinnen, bat VfL Trainerin Alex Hansel per grüne Karte ihr Team zur Bank. Die Auszeit zeigte Wirkung – Oldenburg konnte nun seine Fehler reduzieren und folgerichtig mit einer 11:9-Führung in die Halbzeitpause gehen. Nur neun erzielte Tore bis zur Pause könnten darauf hindeuten, dass das Team den Angriffs-Ideen-Koffer diesmal in Hannover vergessen hatte – welche Spielerin für den zuständig ist, war in dem großen HAZ-Bericht vom Samstag leider nicht zu lesen.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel der JUNGEN WILDEN nicht wirklich besser. Man kann der Mannschaft aber keine Lustlosigkeit unterstellen, sie hat weder abgeschenkt, noch war fehlende Anspannung zu erkennen – lediglich die Konzentration war wohl nicht auf der Höhe, was auch Trainer Florian Marotzke später bemängelte. Der VfL spielte wesentlich konzentrierter und zog in der zweiten Hälfte immer weiter davon. Beim 18:11 in der 44. Minute lag die HSG erstmals mit sieben zurück. In der 54. Minute betrug der Abstand sogar acht Tore (22:14). In dem (fast) körperlosen Spiel, Alina Defayay kassierte in der 56. Minute die einzige zwei Minuten Strafe, konnte der Meister am Ende nur noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben und verlor letztendlich mit 19:25.

Trainer Marotzke: „Uns fehlte diesmal die Konzentration, dieses möchte ich aber auch nicht überbewerten. Meine Mannschaft hat eine herausragende Saison gespielt und wenn man am Ende, wenn die Luft eigentlich schon raus ist, gegen den VfL Oldenburg verliert, ist das keine Schande. Der VfL II ist seit Jahren eine Spitzenmannschaft der 3. Liga.“ Sicher hätten sich die mitgereisten Fans über einen Sieg gefreut, aber die Trauer hielt nur kurz an. Mit der rauschenden Meisterfeier nach dem Sieg in Owschlag und zwei tollen letzten Heimspielen mit der offiziellen Meisterfeier am vergangenen Sonntag, haben die JUNGEN WILDEN die Saison würdig zu Ende gebracht. Diese Niederlage verzeihen alle Fans und freuen sich bereits jetzt auf die neuen Herausforderungen ab September. Der Verein wird hierzu am Mittwoch/Donnerstag eine Pressemitteilung veröffentlichen, wo die Reise hingehen soll.

 

Auf der Rückfahrt gab es im Bus dann auch noch eine kleine Überraschung von den Fans. Jede Spielerin bekam ein kleines Präsent überreicht (siehe Bild oben). Ein besonderer Dank geht hierfür an Sabine Paeseler und Uwe Lehmann.