Weibliche Jugend D: Und es geht noch jünger!

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Für die Einen Saisonhöhepunkt, für die Anderen lästige Pflichtveranstaltung. Ein Turnier mit der Regionsmeisterschaft hatte der Trainer schon zu Saisonbeginn aus dem Kalender gestrichen, hatten wir die “Mädchenmannschaft” schließlich nur gemeldet, um unseren E-Jugend Talenten auch eine Heimat in der D-Jugend zu geben. Bei einem Kader von 13 Mädchen wäre sonst selten mal zu Punktspielen Platz gewesen. Und bei einem effektiv eingesetzten Kader von zwei Dutzend D und E-Jugendlichen – wer sollte mitspielen dürfen und wer aussetzen müssen? Frühzeitig haben wir daher die Regionsmeisterschaft abgesagt. Das passte nicht so ganz in die Planungen der Handballregionen WSL und Hannover. So kam es zum Angebot, wenn wir die Absage zurückzögen, dann würde man uns nicht mit Strafgeldern für Nichtantreten überziehen und vor allem nicht in den Durchführungsbestimmungen den Zugang unserer Mädchenmannschaften zur männlichen D-Jugend verbauen. Euphorisch gingen wir also auf dieses Angebot ein, das wir nicht ausschlagen konnten. Schließlich wird auch nächste Saison eine Mädchenmannschaft in der männlichen D vertreten sein.

Das zunächst regionsmeisterschaftsfreie Wochenende hatten wir allerdings mittlerweile anderweitig verplant. Ein Nachholspiel Jungsliga, ein Nachholspiel Mädchenliga, einmal Aushelfen in der C I und dann wegen Überraschungs-Konfir-Freizeit auch großzügige Aushilfe in der C II. Dank Jessi und Freia kein Problem, wir haben ja noch genügend E-Jugendliche, die am Wochenende nur am Samstag verplant waren. So kamen Liv, Nadine, Liza, Nelli, Nomi, Meret, Chiara und Jamila mehr oder minder unverhofft zu ihrer ersten Regionsmeisterschaftsteilnahme in der D-Jugend. Genau zwei Drittel des Kaders war somit “minderjährig”, während Marieke, Alina, Rosalie und Lara die D-Jugend vertraten.

Den Anlass der ganzen Veranstaltung erfuhren die Mädchen erst unmittelbar vor dem Turnier. Das bestgehütete Geheimnis im örtlichen Mädchenhandball wurde in der Kabine enthüllt. Die Regionsmeisterschaft war nur Rahmenveranstaltung für den mit Süßigkeiten hochdotierten Partypokal. Diesen sonst nur beim Eisenacher Fanclubturnier ausgespielte Pokal gewann die Mannschaft, die am lautesten auf der Bank sang, sich am engagiertesten anfeuerte und bei Erfolgen vorne wie hinten am lautesten abfeierte. In den ersten 10 Minuten im ersten Badenstedter Spiel schienen die Mädchen von der Schwierigkeit der Aufgabe erschlagen. Erst mit der Auswechselung des heutigen Kapitäns stiegen die Chancen auf den Pokalsieg, denn Alina weckte die paralysierte Auswechselbank auf. Fortan wurde gesungen, angefeuert und gejubelt. Die fünf anderen Mannschaften zeigten große Schwächen in der Kerndisziplin “Spaß”. Von der Tribüne wurde gepöbelt, es gab Tränen und Gezicke nach Niederlagen, auf der Trainerbank wurde geschimpft und gemeckert, ein Spiel gipfelte in einer nicht gesehenen/geahndeten Tätlichkeit bei ständigen Verletzungsunterbrechungen – nach drei Badenstedter Spielen konnte der Partypokal letztlich nur einen Gewinner haben! Die Regionsmeisterschaft ging wie erwartet und völlig verdient an den Gastgeber aus Sarstedt, das Angebot für ein Trainingsspiel gegen unsere “Jungsmannschaft” steht im Raum.