Negativer Paukenschlag in Badenstedt

Die HSG Hannover-Badenstedt und Trainer Florian Marotzke haben die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Marotzke verabschiedete sich bereits am Montagabend von der Mannschaft und wurde bis auf Weiteres von seinen Aufgaben freigestellt. Hiervon ist nicht nur die 1. Damenmannschaft in der 2. Bundesliga betroffen, Marotzke war gleichzeitig Leistungskoordinator, betreute die wJA-Jugendbundesligamannschaft und das Team der weiblichen B-Jugend.

Der Vorstand, der von den Ereignissen überrollt wurde, setzt jetzt den Schwerpunkt auf die Fortführung des Spielbetriebs und möchte nicht überhastet reagieren. Es müssen nur kurzfristig (Interims-)Lösungen gefunden werden, in die der gesamte weibliche leistungsorientierte Trainerstab mit eingebunden werden soll. Zu gegebener Zeit wird sich dann die HSG-Führung mit einer Nachfolgeregelung beschäftigen.

Der sportliche Leiter Bernd Schröder: „Die Entwicklung kam sehr überraschend und hat absolut nichts mit der sportlichen Situation des 2. Bundesliga-Teams zu tun. Leider traten aber Differenzen auf, die nicht mehr zu kitten waren, so dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Mir persönlich tut es sehr leid, da ich in Florian einen überaus motivierten und engagierten Mitarbeiter in unserer Zielsetzung, Ausrichtung und Tagesarbeit verliere. Er hat in den letzten Monaten die Strukturen der HSG maßgeblich mitgestaltet und mit Leben gefüllt. Dieses Werk wollen wir auch weiterhin weitergestalten, da wir davon überzeugt sind. Florian und seiner Familie, die bei uns auch aktiv mitwirkte, gilt unser großer Dank für gut zwei engagierte und erfolgreiche Jahre. Wir wünschen ihm und seiner Familie für die private und sportliche Zukunft alles Gute!

Die HSG Hannover-Badenstedt bedankt sich bei Florian Marotzke, der das 3. Drittligateam im Dezember 2014 auf einem Abstiegsplatz übernommen hat. Er sicherte nicht nur den Klassenerhalt, sondern führte die Mannschaft im darauffolgenden Jahr souverän auf den Tabellenplatz 1 der 3. Liga Staffel Nord, was den Aufstieg in die 2. Bundesliga bedeutete. Der A-Lizenzinhaber hat den Trainingsbetrieb kräftig umstrukturiert und erst jüngst mit dem JBLH-Team den Einzug in das Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft der weiblichen A-Jugend gefeiert. Der Vorstand wünscht Marotzke alles Gute für seinen weiteren Werdegang und bedankt sich ausdrücklich für sein stets professionelles Auftreten.