JUNGE WILDE wollen Mainz den Karneval versalzen

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Wenn am Sonntag die FSG Mainz 05/Budenheim in Hannover vorstellig wird, sind die Vorzeichen eigentlich eindeutig – der Tabellenvierte aus Rheinland-Pfalz ist klarer Favorit. So „einfach“ will es sich die HSG Hannover-Badenstedt aber nicht machen. Nach einer erneuten Auswärtsniederlage am letzten Wochenende in Berlin, kommt das Team langsam in Zugzwang und muss auch mal gegen einen Favoriten punkten.

Wer glaubt, dass Mainz gut gelaunt nach Hannover kommt, könnte sich täuschen. Trainer Thomas Zeitz, der erst kürzlich seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat, machte bei der Pressekonferenz nach dem letzten Heimspiel gegen Gröbenzell (Endstand 31:31) keinen zufriedenen Eindruck. Leistungsschwankungen gehören in seinem Team genauso zur Tagesordnung, wie bei den JUNGEN WILDEN. Die Tabellensituation sagt aber aus, dass Mainz diese Schwankungen besser im Griff hat.

Im Hinspiel gab es für die HSG eine klare „Belehrung“, nach 10 Minuten, beim Spielstand von 11:3, war das Spiel bereits gelaufen und die JUNGEN WILDEN konnten die restlichen 50 Minuten nur dazu verwenden, ein noch größeres Debakel zu verhindern – Endstand 34:24.

Das Rückspiel soll wesentlich enger gestaltet werden und wer weiß, vielleicht werden die Meenzer Dynamites ja auf dem falschen Fuß erwischt. Am Publikum wird es jedenfalls nicht liegen. Immer wieder stehen die Zuschauer hinter ihrem Team und mobilisieren noch das eine oder andere Prozent zusätzlich an Leistung. Trainer Roland Friebe stehen außer den Langzeitverletzten alle Spielerinnen zur Verfügung und er erwartet eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel bei den Spreefüxxen. Das ist auch dringend notwendig, denn die Luft wird im Tabellenkeller immer dünner. Zwar beträgt der Abstand zu Tabellenplatz 7 nur zwei Punkte aber die HSG sollte erst mal den Blick nach unten werfen. Lediglich Gröbenzell und Zwickau stehen noch hinter den JUNGEN WILDEN. Und Zwickau befindet sich mit zuletzt zwei Siegen im Aufwind. Genug Gründe, um dem Gast möglichst ein fröhliches HELAU nach dem Spiel zu versalzen.

Rabea Pollakowski – zuletzt in Berlin fünf Mal erfolgreich