JUNGE WILDE mit doppelten Punktgewinn gegen Trier

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Lieber schwach anfangen und stark aufhören sagten sich die JUNGEN WILDEN und mauserten sich nach einer schwachen Anfangsphase gegen die Trierer Miezen. Ein verdientes 30:24 (15:14)-Endergebnis sowie ein Siegestanz vor dem eigenen Publikum war der Lohn.

Der Auftakt für die HSG war jedoch noch ernüchternd. Die 2:8-Führung der Miezen nach 12 Minuten hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn nicht Hanna Belgardt im Badenstedter Gehäuse von Anfang an Präsenz gezeigt hätte. „Wichtig war, dass die Mannschaft trotzdem den Kopf oben behalten hat und Ruhe bewahrt hat“, meinte Badenstedts sportlicher Leiter Bernd Schröder. Als Tina Wagenlader das 3:8 erzielte, witterte Triers Coach Andy Palm bereits Unheil und legte die grüne Karte. Die Besprechung schien der HSG jedoch besser getan zu haben, denn zweimal Mieke Düvel sowie Lena Seehausen verkürzten weiter. Als Jana Pollmer mit einem Strafwurf und einem Feldtor den Anschluss zum 8:9 schaffte (21.) waren die Badenstedterinnen mit den Gästen eindeutig auf Augenhöhe und konnten trotz einer Zeitstrafe gegen Mieke Düvel (29.) durch Yvonne Krängel sogar die knappe Halbzeitführung zum 15:14 setzen.

Aus HSG-Sicht ging es auch nach dem Seitenwechsel trotz des schnellen Ausgleichs von Triers Romona Constantinescu konzentriert und kraftvoll weiter. So zog Leonie Neuendorf gleich zwei Gegenspielerinnen mit in den Wurfkreis. Den fälligen Wurf vom Punkt verwandelte Jana Pollmer. Erster Wackler bei Trier war ein von Lindsey Houben liegengelassener Siebenmeter vor der eingewechselten Marnie Schierholz. Endgültiger Knackpunkt wurde dann eine Zeitstrafe gegen Andrea  Czanik, Badenstedts Yvonne Krängel und Rabea Pollakowski sorgten für die 19:18 Führung, die Jana Pollmer nach einem Foul an Krängel weiter ausbaute. Die Jungen Wilden witterten ihre Chance, setzten durch Pollakowski und Krängel nach und als Alina Defayay auf 24:20 erhöhte (47.) war endlich ein deutlicher Vorsprung geschafft, der entgegen früheren Partien zur Freude von 285 Zuschauern auch halten sollte, denn Trier konnte gegen die HSG in der Crunch-Time keine Akzente mehr setzen .  „Ganz wichtig war, dass wir heute nicht unseren obligatorischen Einbruch genommen haben“, freute sich Badenstedts Trainer Jan Friedrich zusammen mit Co-Trainer Boris Linnemann über Konstanz und Konzentration bis zum Abpfiff. „Ich habe heute eine tolle Mannschaftsleistung gesehen. Beste Genesungswünsche gehen von uns an Triers Aaricia Smits, die sich in der zweiten Spielhälfte verletzte“, fügte Uwe Pichlmeier, als Hallensprecher der Mann mit dem Überblick in Badenstedt, hinzu. Dennoch bleibt festzuhalten: Die HSG hat ein Spiel gewonnen, der Kampf gegen den Abstieg geht weiter.

Rabea Pollakowski jubelt mit HSG Hannover-Badenstedt (Quelle: HSG Hannover-Badenstedt/Jörg Zehrfeld)