25.5. – gültige DSGVO und Handballfotos auf HSG-Medien

Views:
524

Stell dir vor es gibt keine Handball-Fotos mehr …

Ein Albtraum? Nein, die ab 25.5. gültige DSGVO macht Wirklichkeit möglich! Wir wollen hier übrigens nicht den Datenschutz schlecht reden, ganz im Gegenteil. Aber die in wenigen Tagen auch für unseren Verein gültige neue Gesetzeslage zwingt uns zu großer Vorsicht, denn wie die Gerichte die neuen Vorschriften für Sportvereine (aber auch Privatpersonen!) interpretieren werden, ist noch völlig unklar. Die Sportverbände – auch der DHB – sind noch nicht in der Lage, ihren Vereinen mit belastbaren Richtlinien zur Seite zu stehen. Vielleicht auch etwas viel verlangt, schließlich ist das kommende neue Gesetz ja erst seit letztem Jahr einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Da kann man schon einmal überrascht werden …

Da die Verantwortlichen für unsere Homepage wie auch die Fotografen nicht als Pappkameraden für einen Musterprozess oder Abmahnwütige herhalten wollen, werden in den nächsten Tagen sehr, sehr viele Fotos aus unserem Flickr-Account, Facebook etc.  aber auch von der Homepage entfernt werden. Vor allem Fotos von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Zuschauern haben zunächst kaum noch eine Chance. Während der Normalbürger bei der Berichterstattung der Medien (hier gilt weiter das sogenannte „Presseprivileg“) keinen Unterschied wahrnehmen wird, wird der Internetauftritt unseres Vereins sich optisch sehr eingeschränkt präsentieren. Wer könnte das ändern, damit wie in etlichen Nachbarländern (außer Österreich) auch Fotos von Privatpersonen von Veranstaltungen ins Netz gestellt werden dürfen? Unter dem anliegenden Link findet man eine Menge Namen  http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Diese-Hannoveraner-ziehen-direkt-in-den-Bundestag. Diese Menschen freuen sich immer über Briefe und Mails aus dem Volk.

Nun wird sicherlich nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Einige Nebelschwaden werden sich zu Beginn der neuen Saison vielleicht schon verflüchtigt haben. Wir werden uns in Geduld üben müssen und soweit möglich, natürlich irgendwann auch wieder mehr Fotos zeigen. Zunächst haben wir uns auf folgenden 3-Punkte-Plan geeinigt:

  • Keine Bilder von Kindern und Jugendlichen
  • Keine Bilder vom Publikum, auf denen das Publikum oder einzelne Personen im Mittelpunkt stehen
  • Hinweis am Halleneingang: “Achtung, hier wird fotografiert!”. Ob das Gerichten und Datenschutzbehörden ausreicht, ist aber noch offen.

Link zu einem Interview mit Rechtsanwalt Lars Rieck über die DSGVO und Sportfotos.

<

p style=”text-align: justify;”>