2. Damen: Remis im Derby

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Ordentlich Feuer war schon vor Spielanpfiff im Salzweg zu spüren. Konzentriertes Warmlaufen auf beiden Seiten. Zwar winkte Gästetrainer Löw schon vor dem Abpfiff ab und meinte, sie würden Spielerinnen schonen für das in 14 Tagen stattfindende Final Four. Dennoch ist der Kader des Hannoverschen SC ausgeglichen genug, um die beiden Ex- Badenstedterinnen Schäfer/Vinke zu kompensieren. Die Heimsieben hatte sich viel vorgenommen, wollten Sie doch die deftige Hinspielniederlage nicht auf sich beruhen lassen. Mit einer motivierten Abwehr, die den Gästen wenig Lücken lies und wenn sie doch einmal frei zum Wurf kamen, stand da ja noch eine Saskia Pinkvos zwischen den  Pfosten. Sassi vereitelte aus der Nahwurfzone etliche 100 %ige und konnte immer wieder über die Außenbahn Tempogegenstöße einleiten. Die Spielweise die eigentlich den Gästen vorbehalten war. Man schlug den Hannoverschen SC quasi mit seinen eigenen Waffen. Hinzu kam der frühe Ausfall von Leonie Steiner, der nicht kompensiert wurden konnte (gute Besserung!).

Die Badenstedterinnen legten los wie die Feuerwehr, so war es gleich 3mal Denise Friebe vorbehalten das Runde ins Eckige zu versenken. Der Vorsprung wurde dann bis zur 20. Spielminute auf 12:6 ausgebaut. Mit 5 Toren vor ging es dann in die Kabine (15:10). Eigentlich wollte man sich weiter auf sich konzentrieren und nicht nachlassen, doch es schlichen sich kleine Fehler ein und nur 7 Minuten nach Wiederanpfiff war der HSC wieder dran (17:16). Die HSG-Oberligadamen konnten sich dann zwar nochmal auf 22:16 absetzen, doch der verletzungsbedingte Ausfall von Denise Friebe (Nasenbluten nach dem 2.Block mit dem Kopf) sorgte für einen 0:6-Lauf und der ersten Führung für die Gäste.  Stefanie Meisch konnte per Gegenstoß zum 23:23 zwar noch einmal ausgleichen, doch in der Folgezeit drehte der HSC das Spiel mit einer 2-Tore-Führung zu seinem Gunsten. Die Auszeit der Heimmannschaft zeigte Wirkung 3 Tore in Folge durch Pagel, Pollakowski und Friebe (10! Treffer) 2,5 Minuten vor dem Ende brachten die erneute Führung (26:25). Die HSC´lerinnen glichen noch einmal aus (26:26) und noch genug Zeit, für beide Mannschaften abzuschließen. 10 Sekunden vor dem Ende dann Dramatik pur. Pinkvoss hält, Pass auf die nach vorne laufende Pollakowski und vier Sekunden vor dem Ende Abschluss. Hier kam es leider zu einer Berührung von hinten, die den erfolgreichen Torabschluss verhinderte. Leider gab es den fälligen 7 Meter nicht und somit endete das Spiel mit einem 26:26.

Fazit: 45 Minuten guter Handball reichen einfach gegen eine Spitzenmannschaft nicht aus und denn noch kann man mit einem Punkt zufrieden sein. Die Abwehrarbeit aus dem Training zeigt langsam Früchte und alle hatten Spaß am Spiel.

Es spielten: Pinkvos, Schween – Baumeister, Müller, Meisch, Ridder, Seidler, Defayay, Pagel, Pollex, Pollakowski, Friebe