Weibliche Jugend D: Enger Jahresabschluss

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Kurzfristig musste das Heimspiel gegen die JSG Weserbergland verlegt werden, am angesetzten Termin hatte der Gast zu viele krankheitsbedingte Ausfälle. Zum Glück fand sich noch ein Termin im alten Jahr, im neuen Jahr ist unser Spielplan eng getaktet. Dafür mussten wir terminlich auf unsere Torhüterin verzichten, was wir mal in Kauf nahmen. Mit vier Voluntären zwischen den Pfosten lösten wir das Problem.

Das Hinspiel lag noch nicht lange zurück, so dass wir vor dem Spiel die Stärken des Gegners gut in Erinnerung rufen konnten. Wie man eine körperlich überlegene Kreisläuferin deckt, war ebenso Thema wie das verteidigen von Linkshänderinnen. Die Kreisläuferin hatten die Mädchen wechselweise auch gut im Griff. Dass eine Linkshänderin mit der linken Hand wirft und von der rechten Angriffsseite am liebsten zur Mitte zieht, das verblüffte die meisten unserer Abwehrspielerinnen allerdings bis zur Schlussminute. In Verbindung mit unseren Aushilfstorhüterinnen verhalfen wir so zwei Linkspfoten zum Spiel ihres Lebens als verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Weserbergland stand wieder einmal grenzwertig tief in der Deckung, was die üblichen Schwierigkeiten für unseren Angriff mitbrachte. Es entwickelte sich ein ganz zähes Spiel und kurz vor Ende der Halbzeit stand es noch 8:8, bis die Mädels eine Schwächephase der Gäste zum 12:8-Halbzeitstand nutzten. In der Halbzeitpause ermittelten wir zwei weitere Freiwillige für das Tor und gingen noch mal intensiv das Problem durch, dass Linkshänderinnen zumeist mit der linken Hand werfen und sich auch am liebsten den Weg zur Hand bahnen.

Unsere Abwehr ignorierte die besprochenen Weisheiten gänzlich und öffnete beiden Linkshänderinnen immer wieder fröhlich den Weg zur Hand, der seit Anbeginn unseres Trainings eigentlich komplett verboten ist. Der Vorsprung schmolz und wir gerieten noch zweimal mit einem Tor in Rückstand, so dass wir beim Durchwechseln etwas weniger auf das Gleichheitsprinzip achteten und mehr auf Stabilität in der Deckung und Torgefahr. In der 30. Minuten lagen wir noch 19:20 zurück, zweimal Rhian, einmal Nika und Merja machten dann aber den Endstand von 23:21 klar.

Bestnoten verdiente sich Nomi auf der linken Abwehrseite, die das Prinzip von Wurfarm und damit verknüpften Laufwegen verstanden hatte und ihre jeweilige Gegenspielerin ein ums andere Mal ausbremste. Kapitän Merja erfüllte ihr Amt mit Bravour, trieb ihre Mannschaft an, schaltete sich bei den Time Outs ein und übernahm im Angriff viel Verantwortung, als gegen die ungewohnt weit hinten stehende Deckung nicht viel zusammenlief. Bestnoten verdiente sich auch Gästetrainer Danilo Loncovic, der wie im Hinspiel mit Herzblut dabei war und insgesamt fast 80 Minuten gegen die Schiedsrichter monologisierte. So viel Durchhaltevermögen verdient Respekt … und ein erhebliches Kopfschütteln.

Die Mädchen gehen in die Ferienpause und im neuen Jahr geht es dann gleich am 14.01. mit dem Derby und Spitzenspiel in Empelde weiter. Das Hinspiel war an Spannung kaum zu überbieten, im Rückspiel hoffen wir darauf, dass wir dann ohne Konfir-Ausfälle etwas entspannter durch die Partie gehen können.