Weibliche Jugend D: Bergfest

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Die Hinrunde ist vorbei, kommendes Wochenende beginnt bereits die Rückrunde. Die D-Jugend hat diese Saison eine Menge dazugelernt.

13 – unlucky for some. Mit einem Dutzend plus 1 hatten wir definitv zu wenig Spielerinnen für zwei Mannschaften, mit weiteren 4 E-Jugend-Talenten war das Problem nicht gelöst, sondern machte die Lage eher noch komplizierter. Mehr als fünf Auswechselspielerinnen je Spiel sollten es nicht sein. Die rettende Idee waren zwei Mannschaften, ohne dass sich eine Spielerin festspielen konnte. Einmal weibliche und einmal männliche D-Jugend.

Neben unseren vier Küken hatten wir auch noch ein paar Neuzugänge zu integrieren, die sich allerdings teilweise schon aus der Auswahl kannten. Merja saß in ihrem alten Verein ein wenig zwischen den Stühlen und musste alle zwei Jahre mit dem nächst höheren Jahrgang hochgehen. Alina spielte ebenfalls in der Regionsauswahl, war in ihrer alten Mannschaft etwas verloren. Mirka dagegen hatte eine starke Mannschaft um sich herum, das waren aber (fast) alles Jungs. Und Eden hatte gar schon den Sprung in die Landesauswahl geschafft und suchte noch ein Umfeld, in dem sie sich noch besser weiterentwickeln konnte.

Mit ein paar Turnieren vor Saisonbeginn war das Kennenlernen untereinander schnell geschafft. Ob sich sportlich alles in die richtige Richtung entwickelte, konnte sich erst in der Saison zeigen. Die „Mädchenmannschaft“ hatte zunächst einen festen Kader von 3 D- und 4 E-Jugendlichen und jedes Spiel rotierten wir weitere Spielerinnen hinzu. Bei den Jungs starteten wir mit zehn D-Jugendlichen und haben inzwischen mit Nomi und Meret auch zwei E-Jugendliche fest eingeplant. Beide haben im Laufe der Saison gezeigt, dass sie sich in der D-Jugend nicht verstecken müssen.

Der Ausflug in die Regionsliga männliche D schien zunächst eine Schnapsidee gewesen zu sein, bis auf gegen die überlegenen Nordstars gingen die ersten fünf Spiele deutlich für die Mädchen aus, bei mal mehr und mal weniger Widerstand. Die Tabelle versprach wenig Besserung, die Papierform des HSC, Langenhagen und Hannover-West unterschied sich nicht groß von den meisten Gegnern. Erfreulicherweise wurden wir eines Besseren belehrt, alle drei Spiele gingen verloren, so dass wir für die Rückrunde noch ein paar sportliche Ziele haben.

In der Mädchenstaffel spielen wir selten in Bestbesetzung und rotieren recht wild durch den Kader. Es kommen – wie gegen die Jungs – alle Spielerinnen auf ähnliche Spielzeiten und wir taktieren recht wenig. Die Spannungskurve verlief eher entgegengesetzt zur anderen Mannschaft. Die Siege gegen Empelde und die Nordstars mussten wir uns hart erarbeiten, dann folgten mehr oder weniger deutliche Siege, so dass wir die Hinrunde mit weißer Weste überstanden.

Was haben die Mädchen gelernt? Sorgenkind bei so vielen neuen Spielerinnen von verschiedenen Vereinen ist immer die Abwehr. Wir spielen überwiegend die offensivste Manndeckung weit und breit, üben aber auch schon mal die erste Raumdeckung. Die Mädchen haben verstanden, dass sich in unserer Philosophie alles um die Kugel dreht. Mit Freiwürfen können wir nichts kaufen, mit dem eroberten Ball werfen wir schnelle Tore. In der Kategorie „steals„, also Ballgewinne, dürften wir in beiden Mannschaften ganz weit vorne liegen. Dass es dann manchmal nicht klappt, einen körperlich starken Gegner in den Griff zu bekommen, kann dann gerne mal verziehen werden. Wo es manchmal hakt, ist die Konzentrationsspanne und ein bereits gestellter Gegenspieler wird dann plötzlich durchgelassen, wenn nicht alsbald der Pass oder Pfiff kommt.

Im Angriff stehen die Mädchen regelmäßig vor spannenden Aufgaben. Die Gegner spielen die Manndeckung mal offensiv, mal defensiver und zuletzt hatten wir es auch schon mit einer sehr kompakt stehenden Raumdeckung zu tun. Gegen fast alle Varianten finden die Mädchen kreative Lösungen, nur zuletzt in den drei Niederlagen gegen die Jungsmannschaften hatten wir zu wenig Antworten auf die jeweils ähnlichen Aufgabenstellungen. Daran haben wir zuletzt gearbeitet und werden für die Rückspiele mehr Pfeile im Köcher haben.

Der kleine Wermutstropfen unserer Saison ist die Nichtteilnahme am Vergleichsturnier der besten D-Jugend Mannschaften der Regionen am 09.12. Während anderswo die Regionen ihren Kandidaten in Turnierform ermitteln, hat die Region Hannover das Los entscheiden lassen. Das wiederum fiel auf einen der drei Mitbewerber und wir haben den leisen Verdacht, dass das Losverfahren nicht dazu geeignet ist, die tatsächlich beste Mannschaft zu ermitteln, die laut Ausschreibung des Landesverbands auflaufen soll.